Heiß, Heißer, Hitzschlag

Hallo Ihr! Erst vor kurzem habe ich auf meinem Instagram Account einen Post zum Thema Hitzschlag gemacht. Um euch zu informieren was ihr macht, wenn euer Tier Symptome eines Hitzschlages zeigt und wie diese überhaupt aussehen, klick hier und bringt euch schnell nochmal auf den neuesten Stand.

 

Auch wenn es ein Thema ist, was grade in den Sommermonaten endlos oft durchgekaut wird, kann man es leider nicht oft genug ansprechen: Hitzefalle Auto! Denn leider ist es jedes Jahr aufs neue der Fall, dass viele Tiere auf quallvolle Art und Weise im Auto verenden, während ihre Besitzer "nur kurz was einkaufen" waren.

 

Was kann man tun, wenn man ein Tier im Auto sieht und von den Besitzern weit und breit keine Spur ist? Benachrichtige die Polizei oder die Feuerwehr, diese können das Tier befreien. Befindet sich das Tier jedoch bereits in akuter Lebensgefahr, sollte man vor dem Einschlagen der Scheibe entweder einen Zeugen hinzuziehen oder die Situation mit dem Handy dokumentieren. Die kaputte Scheibe stellt streng genommen eine Sachbeschädigung dar, kann jedoch mit Notstand begründet werden. Vergesst nicht, Anzeige gegen den Halter zu erstatten.

 

Doch nun zu unseren eigenen Vierbeinern und wie wir ihnen den Sommer erträglicher gestalten können. Denn auch ich habe so ein Exemplar, dass den Sommer so gar nicht ausstehen kann. Hunde schwitzen ja bekanntlich über ihre Pfoten und durchs Hecheln, doch auch dort kommen die Tiere irgendwann an ihre Grenzen. Was kann man also tun, damit die Sommermonate angenehmer werden? Es kommt natürlich ganz auf dein Tier an. Während dem Einen bei 20 Grad schon zu warm ist, hört für den Anderen das Frieren dort erst auf.

  • Spaziergänge auf den kühlen Morgen und späten Abend verlegen. Alles was tagsüber geschieht auf eine kurze und entspannte Runde reduzieren und wenn möglich natürlich im Schatten.
  • Abkühlung suchen. Wenn es gar nicht geht, wird der Spaziergang einfach auf ein angenehmes Bad im nächsten Fluss oder See reduziert. Aber passt auch dort bitte auf, dass sich eure Tiere nicht ungebremst, vollkommen überhitzt ins kalte Wasser schmeißen.
  • Leckereien oder Fleischbrühe einfrieren und zum Spielen/Ablecken geben. Manche Hunde spielen auch gerne mit Eiswürfeln. Dadurch schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche, denn das Tier hat Abkühlung und gleichzeitig eine Beschäftigung. Zusätzliches Plus: Fleischbrüheeiswürfel können super zum Kühlen von Insektenstichen im Maulinneren genutzt werden!
  • Kopfarbeit statt körperlicher Anstrengung! Gib deinem Tier ein paar Denkaufgaben, dadurch wird es ebenfalls ausgelastet und muss nicht bei 30 Grad über die Wiese jagen.
  • Trinken, trinken, trinken.

Übrigens: Achte im Auto auf eine gut belüftete Hundebox. So manche Box wird im Sommer im schlecht klimatisierten Kofferraum zur Sauna.

 

 

Freigänger Katzen schaffen es meist ganz geschickt, die Hitze zu ertragen und harren stundenlang an kühlen Orten oder im Schatten aus. Wohnungskatzen die bei 35 Grad im Dachgeschoss festsitzen haben es natürlich nicht ganz so leicht. Doch auch ihnen kann man etwas Abkühlung verschaffen.

  • Achte darauf, dass du durch regelmäßiges Bürsten alles überschüssige Fell deiner Katze entfernt hast, denn das bedeutet nur zusätzliche Hitze.
  • Feuchtes Fell: Katze mit nassen Händen streicheln.
  • Kalte/kühle Handtücher auslegen. Das Tier sollte natürlich immer selbst entscheiden, was es will.

Nicht nur unsere Haustiere, sondern auch Pferden macht die Hitze oft deutlich zu schaffen. Diese schalten auch schnell auf Sparflamme um. Jeder Besitzer sollte gut einschätzen können, wie viel man seinem Tier zumuten kann. Doch meist sind auch wir an heißen Tagen sehr sparsam mit unseren sportlichen Betätigungen. Anders sieht das jedoch meist bei Turniergängern aus. Solltest du zu den Reitern gehören, die auch bei großer Hitze ein Turnier bestreiten, hast du hier ein paar Tipps zur Abkühlung deines Pferdes:

  • Schatten: Häufig gibt es auf Turnieren lange Wartezeiten. Nutze diese einfach um dein Pferd im Schatten etwas runter kommen zu lassen. Auch Grasen hilft gut, denn im Gras ist viel Wasser und auch Elektrolyte enthalten.
  • Wasser: Einmal zum trinken und auch zur äußeren Abkühlung. Wichtig: Mit den Hinterbeinen anfangen, die sind am weitesten vom Herz entfernt. Und lasst das Wasser nicht im Fell drin, sondern zieht es mit einem Schweißmesser ab, sonser erhitzt es nur weiter den Organimus.
  • Kühle/Nasse Decken. Muss das Pferd im Hänger stehen, dann bitte im Schatten und mit offener Rampe und Tür. Denn auch ein Hänger kann wie ein Auto zur Todesfalle werden. Die kühle Decke kann man zusätzlich aufs Hängerdach legen.

Ich hoffe diese Ratschläge konnten deinem Tier weiterhelfen. Was sind deine beliebtesten Abkühlungstipps? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen! Teilen ist natürlich erlaubt und gerne gesehen!

 

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